Ländliche Gebiete stehen vor Herausforderungen wie einem Mangel an hochqualifizierten Arbeitskräften und wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit, einer zunehmend alternden Bevölkerung, eingeschränkter Erreichbarkeit und Mobilität und abnehmender Qualität der öffentlichen Dienstleistungen. Unzureichende Ressourcen und Kapazitäten verhindern wirksame politische Maßnahmen zur Bewältigung dieser Herausforderungen.
RurALL entwickelte ein Multi-Stakeholder-Governance-Modell, um ländliche Gebiete bei der Bewältigung dieser Herausforderung zu unterstützen. Hierzu wurde ein sektorübergreifender und interdisziplinärer Ansatz und Aktivitäten zur Einbindung von Bürger*innen entwickelt, die auf den Prinzipien des Neuen Europäischen Bauhauses beruhen. Dabei wurde das Potenzial von Leerstand genutzt, um Abwanderung in ländlichen Gebieten zu begegnen.
Das ZSI gestaltete den Prozess um Ideen für leerstehende, wenig genutzte und sanierungsbedürftige Gebäude zu generieren und ländliche Gemeinden lebenwert(er) zu gestalten. Eberau im Südburgenland, Partnergemeinde des ZSI, war dabei eine der 11 Gemeinden des RurALL Projekts, in der Aktivitäten initiiert wurden um Gebäude mit Potenzial unter Einbindung von Bürger*innen vor Ort zu identifizieren und (neu) zu nutzen. Diese Aktivitäten umfassten die Kartierung von Leerstand, co-kreative Workshops um Ideen zur Neunutzung von Leerstand zu konkretisieren, sowie die Ausarbeitung von drei detaillierten Design-Entwürfen durch das Team rund um die HTL Pinkafeld (wobei ein Design sogar als Diplomarbeit ausgearbeitet wurde). Schlussendlich wurden noch Geschäftsmodelle zu diesen Ideen entwickelt und der Fortschritt des Projekts immer wieder vor Ort einem weiteren Kreis an Interessierten präsentiert.