Print
Josef-Hochgerner-Stipendium für Soziale Innovation

1.    Kurzbeschreibung
Das Stipendium ermöglicht pro Jahr einer Scholarin/einem Scholaren, der/die im Rahmen einer kompetitiven Antragstellung ausgewählt wird, einen bezahlten Aufenthalt im Ausmaß von einem Monat in Wien in enger Abstimmung mit dem ZSI-Zentrum für Soziale Innovation. Voraussetzung ist die Einreichung einer Projektskizze unter Verwendung des Antragformulars. Das Arbeitsergebnis soll entweder eine wissenschaftliche Publikation sein, oder die Vorbereitung eines wissenschaftlichen oder praktischen Projekts (Projektplanung) im Themenbereich sozialer Innovation.

2.    Ziele und Zweck
Das Stipendium hat zum Ziel den Diskurs über soziale Innovation zu unterstützen. Dafür kommen mehrere Formate in Frage, die sich an der Zweckmäßigkeit des vom Scholar definierten Antrags orientieren:

  • Das Verfassen einer Publikation für eine wissenschaftliche Fachzeitschrift oder in Form eines Buchbeitrags.
  • Die Vorbereitung eines wissenschaftlichen Projekts zur Untersuchung des Entstehens, der Verbreitung, und der Wirkungen sozialer Innovationen in den jeweils relevanten sozialen und politischen Kontexten im Sinne neuartiger empirischer Befunde oder theoriebildender Beiträge.
  • Die Vorbereitung eines aus der Forschung stammenden Transferprojekts zur Beförderung sozialer Innovationen in gesellschaftlich relevanten Bereichen zur Erhöhung von Inklusion, und/oder Partizipation, und/oder Empowerment.

3.    Antragsberechtigung
Antragsberechtigt sind akademische ForscherInnen bzw. transdisziplinär arbeitende ForscherInnen mit zumindest 3 Jahren Berufserfahrung nach dem akademischen Abschluss Mag., M.A., MSc. oder einem damit vergleichbaren äquivalenten akademischen Abschluss und Berufserfahrung. Der Antrag ist, sofern nicht anders verlautbart, auf Basis eines vorstrukturierten Antragsformulars bis jeweils 31. Dezember eines Kalenderjahres im ZSI – Zentrum für Soziale Innovation bei der wissenschaftlichen Leitung des Instituts einzureichen.

4.    Auswahlverfahren
Die eingelangten Anträge werden von der wissenschaftlichen Leitung nach allgemeinen (Kohärenz des Antrags; Einbettung in den wissenschaftlichen Diskurs; Neuheitsgrad) und spezifischen (Anschlussfähigkeit an ZSI-Themen; erwartete Wirkung) wissenschaftlichen Qualitätsstandards und Bewertungskategorien vorsortiert und systematisiert. Die nach Einschätzung der wissenschaftlichen Leitung drei besten Anträge werden einem Auswahlgremium, bestehend aus drei BegutachterInnen, vorgelegt. Die BegutachterInnen werden von der wissenschaftlichen Leitung bestellt und koordiniert. Die wissenschaftliche Leitung hat im Begutachtungsverfahren selbst kein Stimmrecht. Das Auswahlgremium erstellt auf Basis der Kriterien, die sich in der Struktur des Antragsformulars widerspiegeln, eine Shortlist bestehend aus den besten drei Anträgen. Die höchstgereihte Bewerbung wird dem Vorstand bis 28.2. des Folgejahres zur Bewilligung vorgelegt. Der Vorstand hat jedoch das Recht, dem Vorschlag nicht zu folgen und kann auch eine/n der beiden nächstgereihten AntragstellerInnen vorziehen und auswählen. Er muss in diesem Fall aber eine vertraulich zu behandelnde interne Begründung an das Auswahlgremium geben. Die Entscheidung des Vorstands wird allen AntragstellerInnen bis 31.3. kommuniziert. Alle Konsultationen sowie damit verbundenen schriftlichen Unterlagen, in welcher Form auch immer, sind vertraulich zu behandeln und werden nicht öffentlich gemacht. Die Mitglieder des Auswahlgremiums und des Vorstands verpflichten sich zu absolutem Stillschweigen. Es besteht kein Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Vorstands. Der/die ausgewählte Fellow kann das Stipendium innerhalb eines Zeitraums von 12 Monaten am ZSI nach Koordinierung mit dem ZSI und unter Berücksichtigung der vorhandenen Ressourcen (z.B. Raumbedarf) antreten. 

5.    Höhe und Art des Stipendiums
Grundlage der Berechnung sind angenommene Arbeitskosten (inkl. allfälliger Steuern, Sozial- und anderer Abgaben) in Höhe von € 5000 für eine Vollzeitbeschäftigung im Ausmaß eines Monats. Hinzu kommen, sofern benötigt, pauschalierte Kosten für die Reise nach Wien sowie für den Aufenthalt in Wien von zumindest einem Monat in Höhe von € 2000 und eine Bedeckung sonstiger Aufwände des Fellows (z.B. Literatur, Software, etc.) in Höhe von € 500 auf Basis von Rechnungen. Die Summe der erforderlichen und nachweisbaren Aufwände wird dem Fellow in zwei Tranchen ausbezahlt. Die erste Tranche beträgt € 2500. Die zweite Tranche wird nach Vorlage und Abnahme des vereinbarten Produkts (siehe dazu Punkt 2, z.B. ein Manuskript für einen wissenschaftlichen Artikel; ein Projektantrag) ausbezahlt. Voraussetzung ist, dass der Fellow tatsächlich mindestens ein Monat vor Ort in Wien tätig ist. In dieser Zeit muss er/sie auch einen Vortrag am ZSI über seine Arbeit halten. Für die Vorbereitung des Aufenthalts des Fellows in Wien und die Betreuung vor Ort wird ein interner Aufwand von € 2500 kalkuliert. Der Wert des Stipendiums beträgt demnach maximal € 10.000. 

 

Das Stipendium wurde erstmalig zum Anlass der 25-Jahre-Feier des ZSI am 18.11.2015 der Öffentlichkeit vorgestellt.