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Sozialraumanalyse Bregenz

Sozialraumanalyse Bregenz

Die einzelnen Bregenzer Stadtgebiete erfordern unterschiedlich häufig die Aufmerksamkeit, Präsenz und Intervention von Sozialamt, Jugendamt, Polizei, Ortsbildpflege und anderen Einrichtungen und Behörden und belasten deren Budgets in unterschiedlichem Ausmaß. Ebenso haben sie ein unterschiedlich gutes oder schlechtes Ansehen bei der Bevölkerung in und um Bregenz. 
Ziel is es, diese Unterschiede zu verringern und zwar indem durch geeignete Maßnahmen und Vorkehrungen die Interventionserfordernisse reduziert werden. Die offene Frage ist, welche Maßnahmen zu den gewünschten Ergebnissen (=Verringerung von Divergenzen, Verbesserung des Ansehens der betroffenen Stadtgebiete) führen: 

  • Ersatz/Verringerung behördlicher Interventionen durch baulich-architektonische
  • Verbesserung/Veränderung der kleinräumigen Infrastruktur
  • Abänderung der sozialen und/oder ethnischen Zusammensetzung der örtlichen Bevölkerung
  • Andere/ergänzende Maßnahmen

Arbeiten ZSI:

Die Zusammenhänge zwischen dem Ansehen, der Interventionshäufigkeit und den Merkmalen der Bewohner, des Umfelds sowie der Bauten werden statistisch überprüft. Dadurch wird klar, ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Ansehen und Interventionshäufigkeit gibt. Zudem wird erkennbar, welche der Merkmalsgruppen viel oder weniger zur Interventionshäufigkeit beitragen, und ob und wie sehr die Interventionshäufigkeit in allen Stadtgebieten den Erwartungen entspricht, die man auf Grund der Merkmalsverteilungen haben kann.
Der erste Schritt zur Umsetzung dieser Strategie besteht im Sammeln und Zusammenführen von möglichst kleinräumigen, qualitativ hochwertigen Daten. Im zweiten Schritt werden diese Daten deskriptiv ausgewertet, um ein auf Fakten basierendes aktuelles Bild der Unterschiede zwischen den Stadtgebieten zu geben. Dies ist auch Voraussetzung für das Gelingen der nächsten Schritte, nämlich die statistische Analyse und die Interpretation der Ergebnisse. In der Analyse wird mit Hilfe formaler Verfahren die Erklärbarkeit der Interventionshäufigkeit durch die diversen Merkmale der Bevölkerung, des Wohnumfelds und der Bauten getestet und ihr Ausmaß errechnet. Daran schließt sich der herausforderndste Projektteil an, nämlich die Interpretation der Ergebnisse.