Wie können Berufsbildungspartnerschaften zwischen Österreich und Partnerländern so gestaltet werden, dass sie an lokalen Bedürfnissen ansetzen und langfristig tragfähig sind?
Im Rahmen des Projekts ADA-VET II wurden die Möglichkeiten für künftige Berufsbildungspartnerschaften zwischen Österreich und Uganda, Burkina Faso, Kosovo sowie Moldau untersucht.
Das Projekt knüpfte an eine frühere Studie an, in der die Interessen und Kapazitäten österreichischer Berufsbildungseinrichtungen untersucht worden waren. In dieser zweiten Phase verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Partnerländer. Das ZSI untersuchte, welche Bedürfnisse und Interessen bei Berufsschulen, Bildungsbehörden, Kammern, Unternehmen und weiteren relevanten Organisationen bestanden, wo sie Möglichkeiten für eine internationale Zusammenarbeit sahen und welche Rahmenbedingungen erfolgreiche Partnerschaften fördern oder behindern könnten.
Die Studie verband Untersuchungen zu den Systemen der beruflichen Bildung in den vier Ländern mit Interviews und Konsultationen mit lokalen Akteur:innen aus unterschiedlichen Bereichen der beruflichen Bildung. Eine Studienreise nach Uganda bot die Gelegenheit, direkt mit Bildungseinrichtungen, Behörden und anderen Akteur:innen in Kontakt zu treten und ein tieferes Verständnis für den lokalen Kontext der beruflichen Bildung sowie für mögliche Bereiche der Zusammenarbeit zu gewinnen.
Besonderes Augenmerk wurde auf digitale Kompetenzen und Green Skills gelegt, wobei auch weitere von den beteiligten Akteur:innen identifizierte Prioritäten berücksichtigt wurden. Anstatt davon auszugehen, dass ein einziges Modell für jedes Land geeignet wäre, untersuchte die Studie, wie eine sinnvolle Zusammenarbeit in unterschiedlichen nationalen Kontexten aussehen könnte, welche Hindernisse berücksichtigt werden müssen und was dazu beitragen könnte, dass Partnerschaften langfristig erfolgreich sind.
Die Ergebnisse wurden mit der Austrian Development Agency (ADA), dem österreichischen Bundesministerium für Bildung sowie weiteren relevanten Akteur:innen diskutiert und in einem Abschlussbericht zusammengefasst. Sie liefern der ADA Erkenntnisse und Empfehlungen als Grundlage für Entscheidungen darüber, wie ein künftiges Förderprogramm für Berufsbildungspartnerschaften gestaltet werden könnte.