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Arbeit & Chancengleichheit

Datenanalyse EU-SILC

Integrationsverläufe im Längsschnitt 2008 bis 2013 anhand des SILC Panels

EU-SILC ist das Instrument der EU, um die Lebensverhältnisse der Bevölkerung in der EU auf einigermaßen einheitliche Weise zu messen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Messung der relativen Armut und der Deprivation. Erfasst werden auch Variablen, die zur Erklärung individueller Armutslagen beitragen können.

In dem Projekt wurden die Möglichkeiten der Paneldatenanalyse auf Haushaltsebene geprüft. Zur Anwendung kam eine lineare Mehrebenenanalyse als Wachstumskurvenanalyse mit Random Intercept und Random Slope. Unabhängige Variablen wurden sukzessive hinzugefügt. Wie sich einmal mehr zeigte, sind schon bei relativ wenigen unabhängigen Variablen relativ große Fallzahlen erforderlich, um Konvergenz der Maximum Likelihood Prozedur zu ermöglichen. Die Ergebnisunterschiede zwischen plausiblen Kovarianzmatrizen waren gering.

Inhaltlich zeigt die Untersuchung, dass Einkommenssteigerungen im Zeitverlauf bei Haushalten aus Österreich nicht aus den gleichen Gegebenheiten entspringen wie bei Haushalten von außerhalb der EU15/EFTA Staaten. Nur Tätigkeitswechsel haben bei beiden in etwa den gleichen Effekt. Zusätzliche Beschäftigung hat in den Haushalten aus Österreich den Anzeichen nach im Durchschnitt größere Einkommenswirksamkeit, wenngleich die statistische Signifikanz dieser Aussage unter 90% liegt. Bildungszunahmen erweisen sich in Haushalten von außerhalb der EU15/EFTA Staaten als wirkungslos, jedenfalls kurzfristig, während sie in Haushalten aus Österreich sofort das Einkommen erhöhen. Schließlich gibt es in den Haushalten aus Österreich auch noch einkommenssteigernde Faktoren, deren Natur hier nicht identifiziert werden konnte, die aber in den Haushalten von außerhalb der EU15/EFTA Staaten fehlen. Konvergenz der abgeglichenen Einkommen ereignete sich in den letzten Jahren offenbar sehr langsam oder gar nicht. Wenn sie sich ereignet, dann vermutlich primär im Generationswechsel, also nicht innerhalb von Haushalten, sondern in Form ihrer Neugründung. Eine Datengrundlage, um diesen Effekt mit mehr als Indizien zu belegen, dürfte in Österreich aber bisher nicht existieren.

Bereich: Arbeit & Chancengleichheit

Förderer & Auftraggeber:

  • International Centre for Migration Policy Development (Coordinator)
Partner:
  • International Centre for Migration Policy Development (Coordinator)

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Typ: Forschung

Einreichdatum: 03/2015

Projekt Status: Abgeschlossen

Laufzeit: 6 Monate

Von/Bis: 03/2015 - 08/2015